Als Emily mit mir letztens im Garten gespielt hatte, viel ihr ein kleines gelbes Blümchen auf, nicht das erste Mal, doch diesmal hat sie mich gefragt: “Papa, was ist das für eine Blume” – “Süße, diese Blume nennt man Butterblume, weil sie so gelb ist wie Butter…”
Und schon fing Sie an, Papa zu vergessen und rannte wie von einer Hummel gestochen durch unseren Garten und pflückte die ganzen gelben, frisch aus der Erde gesprossenen Butterblumen und warf sie in ihren Spielzeug-Topf, passend zu Ihrer Outdoor-Spielzeugküche, füllte Wasser hinzu und rührte mit ihrem Spielzeug-Löffel dieses Butterblumen-Wasser-Gemisch so wild um, dass sich in der Mitte ein Strudel bildete…
Ich nutzte ihren Eifer, um sie höchstgemütlich und entspannt aus der Hängematte zu beobachten und fragte mich, wie viel Energie sie wohl noch hat und was zum Teufel sie da gerade kocht, schliesslich kocht sie mir öfters mal Pfannkuchen oder Ente aus Gras, Stöckern oder was unser Garten noch hergibt in ihrer Spielzeug-Küche, doch heute braucht Ihr Pfannkuchen wirklich lange, und der Tisch ist noch garnicht mit ihren Spielzeug-Tellern und -Besteck gedeckt…
Die Blüten schon fast genetisch mit dem Wasser verbunden, so doll durchgeschüttelt, kommt Emily endlich leicht genervt zu mir und fragt: “Du Papaaa, wie wird denn nun Butter gemacht ???”
Damit habe ich nun wirklich nicht gerechnet, jetzt musste ich erstmal elterliche Aufklärung betreiben, dass die Milch von den Kühen kommt, weiss sie schliesslich, aber dass man aus Milch Käse und natürlich auch Butter herstellen konnte und wie, musste sie erstmal verstehen… Schliesslich ist Milch weiss und die Butterblume gelb und es würde ja viel mehr Sinn machen, die Butter aus der Butterblume zu machen
Ach ich liebe diese Erfinderin

